eBay Gebühren 2026: Was eBay wirklich von deinem Verkauf einbehält
Die eBay Gebühren für gewerbliche Verkäufer liegen in den meisten Kategorien bei 14 Prozent Verkaufsprovision plus 0,45 Euro pro Bestellung – und darauf kommen noch 19 Prozent Mehrwertsteuer. Effektiv sind das 16,66 Prozent statt der ausgewiesenen 14. Private Verkäufer mit Wohnsitz im EWR zahlen für Verkäufe innerhalb Deutschlands seit März 2023 gar keine Gebühren.
Diese Seite schlüsselt jede einzelne Gebühr auf. Alle Sätze stammen aus den offiziellen Gebührenseiten von eBay.de und sind auch im Gebührenrechner hinterlegt, Stand 24. Juli 2026.
Die 19 Prozent, die eBay nicht dazurechnet
eBay.de weist seine Gebühren netto aus. Die Mehrwertsteuer kommt für gewerbliche Verkäufer obendrauf. Wer 14 Prozent liest und damit kalkuliert, rechnet um ein Sechstel zu niedrig.
| Was eBay ausweist | Was tatsächlich abgeht |
|---|---|
| 7 % | 8,33 % |
| 11 % | 13,09 % |
| 12 % | 14,28 % |
| 13 % | 15,47 % |
| 14 % | 16,66 % |
| 16 % | 19,04 % |
Die Rechnung ist simpel: Satz × 1,19. Sie gilt für die Verkaufsprovision genauso wie für die Gebühr pro Bestellung und für alle Zuschläge.
Für private Verkäufer stellt sich die Frage nicht, weil sie im Inland ohnehin keine Gebühren zahlen.
Privat oder gewerblich: der größte Unterschied
Kein anderer Faktor verändert deine Gebühren so stark wie dein Verkäuferstatus.
Ein identischer Verkauf über 200 Euro plus 10 Euro Versand:
| Verkäufertyp | Gebühren gesamt |
|---|---|
| Gewerblich | 35,52 € |
| Privat (EWR, Inland) | 0,00 € |
Das ist kein Rabatt, sondern ein vollständiger Wegfall. Er gilt seit März 2023 für private Verkäufer mit Wohnsitz im Europäischen Wirtschaftsraum, solange der Käufer ebenfalls im Inland sitzt.
Sobald ein privater Verkäufer außerhalb des EWR verkauft, greift eine eigene Staffel:
| Position | Satz |
|---|---|
| Verkaufsprovision bis 1.990 € | 11 % |
| Verkaufsprovision über 1.990 € | 2 % |
| Gebühr pro Bestellung unter 10 € | 0,05 € |
| Gebühr pro Bestellung ab 10 € | 0,35 € |
| Internationale Gebühr | 5 % |
Die Gebühr pro Bestellung
Zusätzlich zur prozentualen Provision berechnet eBay einen Festbetrag pro Bestellung. Die Schwelle liegt bei 10 Euro.
| Bestellwert | Gebühr |
|---|---|
| Unter 10 € | 0,35 € |
| Ab 10 € | 0,45 € |
Entscheidend ist der gesamte Bestellwert, nicht der Artikelpreis allein. Versandkosten und Steuern zählen mit. Ein Artikel für 9 Euro mit 3 Euro Versand liegt bei 12 Euro und fällt damit in die höhere Stufe.
Kategorien mit niedrigeren Sätzen
Nicht jede Kategorie kostet 14 Prozent. Elektronik ist deutlich günstiger.
| Kategorie | Satz |
|---|---|
| Notebooks & Laptops | 7 % |
| Smartphones | 7 % |
| TV & Beamer | 7 % |
| Haushaltsgeräte | 7 % |
| Musikinstrumente | 11 % |
| Zubehör | 12 % |
| Garten & Terrasse | 13 % |
| Schwimmbecken & Hot Tubs | 13 % |
| Heimwerker | 13 % |
| Business & Industrie | 14 % |
| Büro & Schreibwaren | 14 % |
| Alle übrigen Kategorien | 14 % |
Der Unterschied zwischen 7 und 14 Prozent halbiert deine Provision. Bei einem Notebook für 800 Euro sind das 56 Euro statt 112 – vor Mehrwertsteuer. Im Rechner für Deutschland lässt sich der Unterschied für die eigene Kategorie direkt gegenrechnen.
Die 990-Euro-Grenze
Viele Sammel- und Modekategorien rechnen gestaffelt. Der erste Teil des Verkaufspreises wird mit dem vollen Satz belegt, der Rest mit 3 Prozent.
| Kategorie | Bis 990 € | Über 990 € |
|---|---|---|
| Uhren | 16 % | 3 % |
| Schmuck | 16 % | 3 % |
| Kleidung & Accessoires | 12 % | 3 % |
| Bücher & Zeitschriften | 12 % | 3 % |
| Filme & Serien | 12 % | 3 % |
| Musik (CD & Vinyl) | 12 % | 3 % |
| PC- & Videospiele | 12 % | 3 % |
| Spielzeug | 12 % | 3 % |
| Antiquitäten & Kunst | 12 % | 3 % |
| Briefmarken | 12 % | 3 % |
| Sammeln & Seltenes | 12 % | 3 % |
| Beauty & Gesundheit | 12 % | 3 % |
| Auto & Motorrad: Teile | 12 % | 3 % |
| Edelmetalle | 12 % | 3 % |
| Tickets | 12 % | 3 % |
| Trading Cards | 11 % | 3 % |
| Sammelkartenspiele | 11 % | 3 % |
| Modellbau | 11 % | 3 % |
| Münzen | 6,5 % | 3 % |
Wichtig: Die Staffel ist marginal. Bei einer Uhr für 2.000 Euro zahlst du nicht 3 Prozent auf den gesamten Betrag, sondern 16 Prozent auf die ersten 990 Euro und 3 Prozent auf die restlichen 1.010 Euro.
Der Fünf-Prozent-Satz für gebrauchte Artikel
Für Artikel in reduziertem Zustand gilt in zwölf Kategorien ein Satz von 5 Prozent.
Betroffen sind Notebooks & Laptops, Smartphones, TV & Beamer, Haushaltsgeräte, Zubehör, Garten & Terrasse, Schwimmbecken & Hot Tubs, Heimwerker, Musikinstrumente, Business & Industrie, Büro & Schreibwaren sowie die Standardkategorien.
Dieser Satz taucht in den meisten deutschsprachigen Übersichten nicht auf, obwohl er die Provision auf ein Drittel des Normalsatzes drückt.
Was oben drauf kommen kann
Die Grundprovision ist nicht immer alles.
| Position | Satz | Hinweis |
|---|---|---|
| Zuschlag "Unter Standard" | 6 % | nur auf die ersten 990 € |
| Zuschlag "Artikel nicht wie beschrieben" | 4 % | nur auf die ersten 990 € |
| Internationale Gebühr | bis 3,3 % | je nach Zielregion |
| Währungsumrechnung | 3 % | bei Fremdwährung |
Die beiden Zuschläge greifen nur bis 990 Euro. Bei einem Verkauf über 3.000 Euro wird der Zuschlag also auf 990 Euro berechnet, nicht auf den vollen Betrag.
Bei der internationalen Gebühr lohnt der genaue Blick, denn sie unterscheidet sich stark nach Region:
| Zielregion | Satz |
|---|---|
| Eurozone & Schweden | 0 % |
| Vereinigtes Königreich | 1,2 % |
| Übriges Europa, USA & Kanada | 1,6 % |
| Restliche Welt | 3,3 % |
Ein Verkauf nach Österreich oder Frankreich kostet dich also keine internationale Gebühr. Ein Verkauf nach Australien kostet 3,3 Prozent. Wer regelmäßig ins Ausland verkauft, sollte die Sätze des Zielmarkts kennen – etwa die Gebühren in Frankreich oder in Italien, die anders aufgebaut sind als die deutschen.
Eine regulatorische Betriebsgebühr, wie sie eBay in Frankreich und Italien erhebt, gibt es in Deutschland nicht.
Zwei weitere Punkte, die deutschsprachige Übersichten selten nennen:
Es gibt auf eBay.de keinen Rabatt für Verkäufer mit Top-Bewertung. In manchen anderen Märkten senkt dieser Status die Provision, in Deutschland nicht.
Und es gibt keine Obergrenze pro Artikel. Anders als etwa in den USA, wo die Provision ab einem bestimmten Betrag gedeckelt ist, läuft der Prozentsatz in Deutschland ohne Deckel durch. Gebremst wird er nur durch die Staffeln der jeweiligen Kategorie.
Was ein Shop-Abo ändert
eBay.de bietet vier Shop-Stufen an: Basis, Top, Premium und Platin.
Der wichtigste finanzielle Effekt betrifft nur die oberste Stufe: Platin gewährt 10 Prozent Rabatt auf Verkaufsprovision und Gebühr pro Bestellung.
Die Stufen Basis, Top und Premium senken den Provisionssatz nicht. Wer ein Shop-Abo allein wegen der Gebühren abschließt, sollte das wissen.
Es gibt aber einen zweiten Effekt, der leicht übersehen wird. Bei Uhren und Schmuck verschiebt ein Shop-Abo die Staffelgrenze von 990 Euro auf 500 Euro. Der günstige 3-Prozent-Satz greift damit deutlich früher.
Bei einer Uhr für 1.500 Euro bedeutet das: ohne Shop 16 Prozent auf 990 Euro, mit Shop 16 Prozent auf nur 500 Euro. Der Rest läuft jeweils mit 3 Prozent.
Zwei durchgerechnete Beispiele
Beide Beispiele: Verkaufspreis 200 Euro, Versand 10 Euro, Standardkategorie, kein Shop-Abo, Käufer in Deutschland.
Gewerblicher Verkäufer
| Position | Betrag |
|---|---|
| Verkaufsprovision (14 % auf 210 €) | 29,40 € |
| Gebühr pro Bestellung | 0,45 € |
| Zwischensumme | 29,85 € |
| MwSt (19 % auf die Gebühren) | 5,67 € |
| Gebühren gesamt | 35,52 € |
Effektive Belastung: 16,91 Prozent des Bestellwerts. Der Wert liegt leicht über den 16,66 Prozent aus der Tabelle oben, weil die Gebühr pro Bestellung als Festbetrag hinzukommt.
Privater Verkäufer
| Position | Betrag |
|---|---|
| Gebühren gesamt | 0,00 € |
Warum deine Auszahlung niedriger war als gerechnet
Der häufigste Rechenfehler liegt nicht bei den Sätzen, sondern bei der Bemessungsgrundlage.
eBay berechnet die Verkaufsprovision nicht auf den Artikelpreis, sondern auf den gesamten Bestellwert: Artikelpreis plus Versandkosten plus Steuern. Wer 200 Euro verkauft und 10 Euro Versand berechnet, zahlt Provision auf 210 Euro.
Dasselbe gilt für die Gebühr pro Bestellung, die ebenfalls den Gesamtwert prüft, um die 10-Euro-Schwelle anzuwenden.
Bei einem günstigen Artikel mit hohen Versandkosten kann dieser Effekt spürbar werden. Ein Artikel für 15 Euro mit 8 Euro Versand wird mit 23 Euro bewertet, nicht mit 15.
Wie wir jeden einzelnen Satz prüfen und mit welchem Datum, steht in unserer Methodik (auf Englisch).
Fazit
Für gewerbliche Verkäufer auf eBay.de gilt als Faustregel: rechne mit 16,66 Prozent, nicht mit 14. Prüfe, ob deine Kategorie zu den günstigeren gehört, denn zwischen 7 und 16 Prozent liegt mehr als das Doppelte. Und rechne immer auf den Bestellwert inklusive Versand, nicht auf den Artikelpreis.
Für private Verkäufer im Inland ist die Antwort kurz: null.
Eine ausführliche Aufschlüsselung für den US-Markt findest du unter eBay fees.